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Platz der Freiheit (Maidan Swobodi)

Jeder Tourist findet als erstes den Freiheitsplatz, der der mit 12 Hektar Fläche der größte Platz Europas und der zweitgrößte der Welt war. Da er Ende der 20er Jahre teilweise bebaut wurde, stimmt diese Angabe nicht mehr, da ein Platz laut Definition unbebaut sein muss. Neben befinden sich der Zoo und der Gorkipark, wo am liebsten die Kinder ihre Zeit verbringen, weil es dort viele Beschäftigungsmöglichkeiten für sie gibt. Auf dem Platz befinden sich außerdem die Nationale Karasin-Univeristät, das Gosprom, das Hotel Charkiv und das Rathaus der Stadt. Unübersehbar auch das Lenin-Denkmal im Zentrum des Platzes.

Im Sommer finden hier Open-Air-Konzerte statt, oft werden auch Verkaufsmessen veranstaltet, zu denen die Betriebe der umgebenden Kreise anreisen und ihre Waren zu günstigen Preisen teilweise an Marktständen oft aber auch direkt vom Lastwagen herab verkaufen. Dazu tanzen und singen Chöre und Musikgruppen zu ukrainischen Liedern. Wenn gerade keine Messe auf dem Platz zu finden ist, dann wird dort zweimal jährlich eine Kirmes veranstaltet. Hüpfburgen, Gespensterbahnen, Achterbahnen und Karussells erfreuen dann die Kinder und Jugendlichen der Stadt. Paraden und Aufmärsche anlässlich verschiedener Jahrestage finden natürlich auch hier statt bzw. haben hier End- oder Ausgangspunkt.

Gosprom

Auf dem Platz der Freiheit (Ploschadj Swobodi) befindet sich unübersehbar das Gosprom (ukr.: Derschprom), das Verwaltungsgebäude der staatlichen Industrie. Da die damalige Hauptstadt der Ukraine Wohnungen und Büros benötigte, musste der zentrale Platz bebaut werden. So entstand der größte Stahlbetonbau der Sowjetunion im Stil des Konstruktivismus.

Dieses Gebäude wurde in nur drei Jahren von 1925 bis 1928 von bis zu 5000 Arbeitern errichtet. Die Architekten waren S. Serafimow, S. Krauz und M. Felger. Die Grundfläche des Gebäudes beträgt 60.000 Quadratmeter, das Gebäude ist halbkreisförmig, die beiden höchsten Türme sind 68 Meter hoch. Anlässlich des 350. Jahrestages der Stadt wurden die Vorderfront und teilweise die Seiten des Gebäudes renoviert und erstrahlen nun statt betongrau in leuchtendem Weiß. Noch immer hält sich das Gerücht, dass die Eckpunkte des Gebäudes aus der Draufsicht übertragen auf Notenlinien die Anfänge der Nationalhymne ergeben würden.

Bahnhof und Bahnhofsvorplatz (pl. Pryvoksalna, vul. Tschervonoarmiska)

Das Bahnhofsgebäude wurde 1952 erbaut. Die griechischen Säulen des Eingangsbereichs zeigen ungewöhnlicherweise keine Szenen der griechischen Mythologie sondern Werktätige. Die große Innenhalle ist mit Fresken verziert und bis Sommer 2004 blickten Statuen von Lenin und Marx auf die Reisenden herab. Besonders schön ist der Bahnhofsvorplatz. Er wurde im Jahr 2002 restauriert. Jetzt gibt es hier viele Springbrunnen, schöne Blumenbeete und ein Denkmal als Globus. Hier halten sich die Reisenden gern vor der Zugfahrt auf und genießen die angenehme Atmosphäre.